Vereinsgeschichte

Die Uranfänge liegen im Jahre 1908 - als im Naturwissenschaftlichen Verein eine „Aquarien-sektion“ gegründet wurde. In ihr schlossen sich mehrere Aquarienfreunde zu einer eigenen Abteilung zusammen. Ihnen war anscheinend die Zielsetzung des Vereins zu wenig auf das besondere Steckenpferd abgestellt, obwohl die Aquaristik in dieser Zeit auf gesteigertes Interesse stiess.
 
Der erste Vorsitzende dieser Sektion scheint ein Dr.Lehner gewesen zu sein. Schon 1909 wurde eine Ausstellung mit 27 Aquarien abgehalten. Nachfolger von Dr.Lehner wurde 1910 der Lehrer Prager, dem 1923 der Kreisfischereisachverständige Dr.Koch folgte. Vereinslokale im vierzehntägigen wechsel waren der rennomierte „Deutsche Kaiser“ und das wohl etwas einfachere „Gökerla“ später wanderte man dann vom „Gökerla“ in die Wirtschaft „vormals Knöllinger“ dem späteren „Adler“.
 
Was heute das Fernsehen ist, scheint damals der Musentempel gewesen zu sein, denn der Chronist vermerkt für eine Juliversammlung im Jahre 1910 „Besuch schlecht, da Hauptprobe Markgrafen-Theater“.
Die Sektion scheint nicht die nötige Förderung erfahren zu haben, denn 1912 wurde erstmals erwogen aus dem Hauptverein auszutreten und einen eigenen Verein zu gründen.
 
Im November 1913 wird die Gründung eines neuen Vereins beschlossen, dem 10 Mitglieder beitreten, man nennt sich „Verein der Aquarienfreunde“. Zum Vorsitzenden wird der königliche Postsekretär Staedler gewählt.
Mit Beginn des ersten Weltkrieges kam das Vereinsleben zum Stillstand.
Erst 1931 fragt ein einsamer Rufer in der Wüste, ob das Vereinsleben nicht wieder belebt werden könne.
Im Juli 1932 wurde dann der Verein durch Anregung von Fischereirat Dr.Hofmann wieder erweckt. Er wurde auch zum ersten Vorsitzenden gewählt. Bereits 1933 konnte mit einer grossen Aquarienausstellung an die Öffentlichkeit getreten werden.
 
Im März 1935 erhält der Verein seinen heutigen Namen. Den Vorsitz hat Dr.Schregle übernommen. Bei dem Gautag genannten Bezirkstag, der 1937 in Ansbach stattfindet organisiert der Verein eine umfangreiche Ausstellung im Steinsaal der Orangerie und erhält die „Silberne Plakette“ des VDA. 
Ab diesem Zeitpunkt existieren keine Unterlagen über die Geschichte des Vereins, bis zu seiner Wiedergründung am 21. März 1949.
 
An diesem Tag schlossen sich 9 Aquarienfreunde, nämlich Georg Beutelmeier, August Bruder, Walter Fischer, Josef Kamm, Phillip Mader, Hans Müller, Franz Rohrer, Dr. Schregle und Ottmal Wankel auf Betreiben von Phillip Mader wieder zum Aquarienverein Ansbach zusammen. August Bruder wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1951 übernahm Hermann Grosser die Leitung der Jugendgruppe. Dr.Schregle wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. im November 1952 wurde Hans Müller zum Vorsitzenden und August Bruder zum Jugendwart gewählt.
1958 wurde demVerein aus Anlass seines 50 jährigen Bestehens zum zweiten Mal die „Silberne Plakette“ des VDA verliehen. Eine grosse Aquarienschau in der Karlshalle war damit verbunden.
 
Im Rahmen einer Hobbyschau der Fränkisch-Hohenloheschen Landesausstellung trat der Verein 1962 noch einmal an die Öffentlichkeit.
Nach langer Krankeit verstarb am 24. Juli 1965 der langjährige Vorsitzende Hans Müller. Für kurze Zeit übernahm dann Horst Meyer kommissarisch die Vereinsleitung.
 
Im Jahre 1968 erhielten wir anlässlich des 60 jährigen Bestehens des Vereins die „Goldene Plakette“ des VDA. Durch die Gründung einer Jugendgruppe unter der Leitung von Günter Pollak wurde der Verein neu belebt.
Bis 1979 war Heinz Braun 1. Vorsitzender. Seine Nachfolger waren Hans Schellein, Rüdiger Gebhard und Udo Fuggenthaler. 
 
Seit 1978 existiert eine Amphibien Gruppe im Verein die vom BUND Naturschutz und dem Arbeitskreis Fauna-Flora im VDA mitgetragen wird. Diese Amphibiengruppe entsendet in den Umweltbeirat der Stadt Ansbach einen Vertreter mit Stellvertreter.
Im Jahre 1998 wurde mit auf Betreiben der Amphibiengruppe ein Krötenzaum am Scherweiher gebaut und der Scherweiher mit Randgebieten zum Naturschutzgebiet erklärt.
 
Im Jahr 2007 wird Markus Kleiner als neuer Vorstand gewählt und löst Rüdiger Gebhard nach 20 Jahren als Vorstand des Aquarienvereins ab.